Vorsorgeuntersuchung für Kurzsichtige (Myopie)

Statistisch besteht bei einer Kurzsichtigkeit von über 3 Dioptrien ein höheres Risiko einer Netzhautablösung (Ablatio).
Bereits vor der eigentlichen Netzhautablösung treten bei einem Teil der Betroffenen Veränderungen in der äußeren Netzhaut, die sogenannten Ablatio-Vorstufen, auf. Diese entwickeln sich besonders bei kurzsichtigen Menschen.

Bei einer frühzeitigen Erkennung durch den Augenarzt kann vorsorglich behandelt werden. In den meisten Fällen genügt eine ambulante Laserbehandlung, um die Netzhautablösung zu verhindern und das Sehvermögen zu erhalten.

Untersuchungsablauf

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Ablatio-Vorstufen in der äußeren Netzhaut lassen sich normalerweise nur bei geweiteter Pupille erkennen. Hierfür werden spezielle Augentropfen verwendet, die die Pupille innerhalb von 15-30 Minuten weiten.

Nach der Untersuchung können für etwa 3 Stunden vermehrt Blendungserscheinungen und unscharfes Sehen auftreten. Daher dürfen Sie in diesem Zeitraum nicht selbst mit dem Auto nach Hause fahren.

Ergibt die Netzhautspiegelung verdächtige Befunde, die weiter abgeklärt oder behandelt werden müssen, werden diese Behandlungen von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.